Auch die Roßlauer Burg wurde nach der Schlacht an der Elbbrücke geplündert und teilweise zerstört.
Auch die Roßlauer Burg wurde nach der Schlacht an der Elbbrücke geplündert und teilweise zerstört.

Auch die Roßlauer Burg wurde nach der Schlacht an der Elbbrücke geplündert und teilweise zerstört.

Der Grundriss der Roßlauer Wasserburg.
Der Grundriss der Roßlauer Wasserburg.

Der Grundriss der Roßlauer Wasserburg.


Wie dendrologische Untersuchungen zeigten, wurden die Hölzer für den Dachstuhl der Burg in den Jahren 1643 und 1644 geschlagen.
Wie dendrologische Untersuchungen zeigten, wurden die Hölzer für den Dachstuhl der Burg in den Jahren 1643 und 1644 geschlagen.

Wie dendrologische Untersuchungen zeigten, wurden die Hölzer für den Dachstuhl der Burg in den Jahren 1643 und 1644 geschlagen.

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 400. Jahrestag der Schlacht an der Dessauer Elbbrücke stand am 19. Mai 2026 die Geschichte der Roßlauer Burg im Mittelpunkt.
Torsten Vollert setzte seine Vortragsreihe aus den Vorjahren zur Baugeschichte der Wasserburg fort und ging diesmal auf die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges und die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg ein.
Die dicht bei Roßlau tobende Schlacht im April 1626 hatte nicht nur an der Stadt selbst, sondern auch an der Wasserburg bleibende Schäden hinterlassen. Die Dessauer Fürstin Dorothea berichtet hierzu:

„Die Mansfeldischen haben über der Elbe sehr arg gemacht, denn Coswig und Roßlau in den Städten und Schlössern ist keine Tür noch Fenster mehr zu sehen.“

Zwar hatte die Burg zu diesem Zeitpunkt bereits keine strategische Funktion mehr inne. Doch als Wirtschaftshof mit Lebensmittelvorräten geriet sie dennoch in den Blick der verfeindeten Heere. Die Burg wurde 1626 geplündert, mindestens ein Gebäude der Hauptburg und das Brauhaus brannten nieder.
Der Wiederaufbau der Burg begann spätestens in den Jahren 1643/44. Aus dieser Zeit datiert der noch heute bestehende Dachstuhl der Gebäude II, III und IV (siehe Abbildung). Neu errichtet wurde das sogenannte „Wohnhaus“ (Haus II), das ursprünglich eine außenliegende Galerie besaß, um die Räume im Obergeschoss zu erschließen. Die Fassade der Burggebäude erhielt ein einheitliches

Aussehen durch Verputz, Gestaltung des Traufsimses und die Vereinheitlichung von Fenstern. Dabei wurden zum Teil vorhandene Sandsteingewände aus der Renaissancezeit wieder entfernt.
Ein neuer Durchgang zwischen Haus II und dem alten Wohnturm (Haus III) erschloss nun den Burghof. 1652 bis 1654 wurde schließlich auch das Brauhaus komplett neu errichtet. Wie die noch vorhandenen Rechnungen belegen, wurde der Wiederaufbau des Brauhauses mit einem zünftigen Richtfest gefeiert.
Durch spätere Umbauten gingen viele der geschilderten Baumaßnahmen des 17. Jahrhunderts wieder verloren. Bei den Restaurierungsarbeiten der vergangenen Jahre konnten jedoch die vorhandenen Reste gesichert werden, sodass die alte Farbgebung zum Teil wieder erneuert werden konnte – etwa bei der Gestaltung des Traufsimses oder des Durchgangs zum Burghof.
Für den Wiederaufbau der Burg zeichnete die Baronin von Metzsch verantwortlich. Die von Metzsch waren ein sächsisch-meißnisch-vogtländisches Adelsgeschlecht, das ab dem 16. Jahrhundert in Anhalt ansässig war. Die Familie besetzte lange Zeit auch die Stelle des Roßlauer Amtshauptmanns, welcher auf der Burg ansässig war.

Tobias Zander, Torsten Vollert

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